Executive Summary – In dieser Episode erfahren Sie:
- Wie Sie kritische Abhängigkeiten zwischen Medizin, Medizintechnik, Betriebstechnik, Verwaltung und IT systematisch klären.
- Warum ein frühes Aviso an die nächste Führungsebene Eskalationskaskaden entschärft.
- Welche Führungs- und Stabslogik im Krisenfall funktioniert (Stab unterstützt – eine Person führt).
- Warum „Türtafeln“ und Organigramme ohne definierte Prozesse und regelmäßige Übungen keine Krise lösen.
- Wie Sie Notfall (planbar) vs. Krise (unter Unsicherheit neu erfinden) trennscharf denken – und Metakompetenzen aufbauen.
Inhalt
- Abhängigkeiten sichtbar machen: „Gewerke“ im Krankenhaus denken
- Beispiel Küche: Versorgung, Logistik, Taktung auf Station
- Frühwarnung & Schwellenwerte: Wann wird aus Störung ein Haus-Thema?
- Zentral führen, dezentral arbeiten: Koordination über alle Bereiche
- Krisenstab richtig nutzen: Unterstützung statt „Stab führt“
- Vorbereitung, Ressourcen, Geschäftsordnung: Prozesse statt Papier
- Notfall vs. Krise: Checkliste vs. Metakompetenz unter Druck
- Üben mit Stress – und zwar von „ganz unten bis ganz oben“ („Single Point of Failure“)
Key Takeaways für Führungskräfte
- Definieren Sie kritische Abhängigkeiten (IT/Betriebstechnik/Medizin/Logistik) und deren Wirkungsketten für Ihr Haus.
- Stellen Sie sicher, dass es klare Eskalationskriterien gibt: ab wann wird aus einer Teilstörung ein Führungs- und Koordinationsthema?
- Regeln Sie Führungsverantwortung und Stabsarbeit sauber (einsatzführende Person, unterstützender Stab, gelebte Prozesse).
- Hinterlegen Sie verbindliche Abläufe für jegliche Art von Ausfällen inkl. Kommunikations- und Zusammenarbeitsmodus bei eingeschränkter Informationslage.
- Üben Sie realistisch (inkl. Stress/Emotion). Und binden Sie die oberste Führung verbindlich ein.
Über die Experten:
Thomas Prinz ist Krisenexperte, Trainer und Berater mit über 30 Jahren Praxis im Notfall- und Krisenmanagement – mit klarem Fokus auf Human Factor und Führung unter Druck. Er begleitet Organisationen dabei, in Ausnahmesituationen strukturell und menschlich handlungsfähig zu bleiben.
Franz Hoheiser-Pförtner ist Cybersecurity- und Informationssicherheits-Experte mit Schwerpunkt Gesundheitswesen sowie Vorstandsmitglied von Cyber Security Austria. Sein Fokus liegt auf umsetzbarer Cyber-Resilience (Recovery/BCM) sowie Anforderungen rund um NISG/NIS2 und HealthCERT. Beide sind als Fachhochschul-Lektoren tätig.
Sie erreichen uns unter edv-anstalt@krisenmeisterei.com