Folge 5: Ransomware im Krankenhaus: Notbetrieb sichern, Chaos vermeiden

 

Executive Summary – In dieser Episode erfahren Sie:

  • warum bei Ransomware nicht die Frage „ob“, sondern „wann“ entscheidend ist – und was das für Ihre Vorbereitung bedeutet.
  • wie mangelnde Rollen- und Ablaufklarheit sofort zu Kommunikationschaos führt, auch wenn „nur“ die IT ausfällt.
  • welche Prinzipien Zeit gewinnen: Isolation/Separation, Barrieren, gestaffelte „Rückzugsräume“ statt Single-Point-Firewall.
  • wie Sie Notbetrieb praktisch aufsetzen: Papierprozesse, reduzierte Dokumentation, Patientenfluss begrenzen, konsequent triagieren.
  • warum Übung Mut braucht – und wie Routine durch wiederkehrende, kontrollierte Ausfälle entsteht.

Inhalt

  • Ransomware-Montagmorgen: Wenn alles gleichzeitig kippt
  • Rollen, Erwartungen, Kommunikationskollaps
  • Zeit gewinnen durch Isolation und Barrieren
  • Notbetrieb als Workaround: Papier, Minimalprozesse, Triage
  • Patientenfluss steuern: Zufluss begrenzen, Eskalation verhindern
  • Human Factor: Emotionen, Deeskalation, externe Unterstützung
  • Üben, üben, üben: Tabletop bis unangekündigte Simulation

Key Takeaways für Führungskräfte

  • Definieren Sie für den IT-Notfall klare Rollen, Entscheidungswege und Kommunikationsregeln – inklusive Eskalationslogik.
  • Stellen Sie sicher, dass ein geübter Notbetrieb existiert (Papierformulare, Minimaldokumentation, definierte Ersatzprozesse).
  • Planen Sie technische und organisatorische Isolation/Separation vorab, um Zeit zu gewinnen und Dominoeffekte zu bremsen.
  • Regeln Sie den Patientenfluss im Ereignisfall (Zufluss reduzieren, interne Priorisierung/Triage, klare Kommunikation nach außen).
  • Üben Sie regelmäßig in kleinen Schritten (Tabletop → kontrollierter „Internet steht“-Tag), um Routine und Ruhefähigkeit aufzubauen.

Über die Experten:

Thomas Prinz ist Krisenexperte, Trainer und Berater mit über 30 Jahren Praxis im Notfall- und Krisenmanagement – mit klarem Fokus auf Human Factor und Führung unter Druck. Er begleitet Organisationen dabei, in Ausnahmesituationen strukturell und menschlich handlungsfähig zu bleiben.

Franz Hoheiser-Pförtner ist Cybersecurity- und Informationssicherheits-Experte mit Schwerpunkt Gesundheitswesen sowie Vorstandsmitglied von Cyber Security Austria. Sein Fokus liegt auf umsetzbarer Cyber-Resilience (Recovery/BCM) sowie Anforderungen rund um NISG/NIS2 und HealthCERT.

Beide sind als Fachhochschul-Lektoren tätig.

Sie erreichen uns unter edv-anstalt@krisenmeisterei.com

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