Executive Summary – In dieser Episode erfahren Sie:
- warum „Was wäre wenn?“ als Management-Frage eine belastbare Risikoanalyse ersetzt – und wo nicht.
- wie fehlende Übung digitale Abhängigkeiten verschärft und Stress zu Fehlentscheidungen macht.
- wie Sie mit Leitplanken und Routinen dynamische Lagen handhabbar machen (ohne Scheinsicherheit).
- wie „Separation“ und „Triage“ als Denkmodell aus der Medizin auf IT-/Versorgungsprioritäten übertragbar sind.
- welche Kernfrage das Top-Management beantworten muss: „Was ist unbedingt nötig – was nicht?“
Inhalt
- Stromausfall als realer Stresstest für Versorgungsketten
- Abhängigkeiten & Notstrom: Ressourcen sind endlich
- Digitale Gewöhnung, „digitale Demenz“ und fehlende Routine
- Üben, bis es sitzt: Handlungsfähigkeit unter Druck
- Dynamische Lage: Lösungen gelten nur „für den Moment“
- Separation als Prinzip: technisch gedacht, selten umgesetzt
- Triage/ Priorisierung: Wen/was sichern Sie zuerst – und warum?
- Management-Entscheid: „Unbedingt“ vs. „gar nicht“ (und das große Dazwischen)
Key Takeaways für Führungskräfte
- Definieren Sie vorab Ihre kritischen Leistungen (Patientenversorgung, Medizingeräte, Kommunikation, Dokumentation) und ordnen Sie diese nach Priorität.
- Stellen Sie sicher, dass Ausfall-Szenarien geübt werden (Strom/IT/Kommunikation). Routine reduziert Stressfehler.
- Legen Sie Leitplanken fest für Entscheidungen in der dynamischen Lage: Wer entscheidet was, mit welchen Informationen, in welchen Zeitfenstern?
- Implementieren Sie Separation-Prinzipien (Segmentierung/Abgrenzung), statt nur darüber zu sprechen, analog zu bewährten medizinischen Isolations-/Schutzlogiken.
- Organisieren Sie Priorisierung wie Triage: Nicht „wer am lautesten ruft“, sondern wer den größten Versorgungshebel hat, wird zuerst bedient.
Über die Experten:
Thomas Prinz ist Krisenexperte, Trainer und Berater mit über 30 Jahren Praxis im Notfall- und Krisenmanagement – mit klarem Fokus auf Human Factor und Führung unter Druck. Er begleitet Organisationen dabei, in Ausnahmesituationen strukturell und menschlich handlungsfähig zu bleiben.
Franz Hoheiser-Pförtner ist Cybersecurity- und Informationssicherheits-Experte mit Schwerpunkt Gesundheitswesen sowie Vorstandsmitglied von Cyber Security Austria. Sein Fokus liegt auf umsetzbarer Cyber-Resilience (Recovery/BCM) sowie Anforderungen rund um NISG/NIS2 und HealthCERT.
Beide sind als Fachhochschul-Lektoren tätig.
Sie erreichen uns unter edv-anstalt@krisenmeisterei.com